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Parodontitis

Mittwoch, 8. April 2009 | Autor: admin

Die unterschätzte Gefahr im Mund Parodontose bzw. Zahnfleischentzündung


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PACT – PhotoAktivierteChemoTherapie

Donnerstag, 23. Oktober 2008 | Autor: admin

Dieser Beitrag ist für wissenschaftlich interessierte Leser.

LASER gegen Parodontitis

Bei der normalen Parodontitis-Therapie wird mit Handinstrumenten oder/und Ultraschall eine Reinigung aller Zahnfleischtaschen von Konkrementen (so eine Art Zahnstein) und entzündlichem Gewebe durchgeführt. Dabei ist das Hauptziel v.a. auch so viel wie möglich Bakterien zu entfernen, die ja Ursache des Übels sind.

Wir wenden seit über 10 Jahren die Ultraschalltherapie kombiniert mit aktivem Sauerstoff und/oder Ozon als Standard an.

Nun ist seit einiger Zeit ein neuer Stern am Himmel der Fachwelt erschienen: PACT!
Hier wird nach erfolgter konservativer Reinigung der Taschen (s.o.) mit einem Farbstoff, Toluidinblau oder Metylenblau, gespült und nachfolgend mit schwachem Laserlicht (max. 100mW) die Taschen bestrahlt (635nm).
Dadurch werden die Farbstoffmoleküle aktiviert und regen ihrerseits wieder den im Gewebe vorhandenen Sauerstoff an, der dann in aktive Einzelatome zerfällt. Diese sind sehr reaktionsfreudig und haben eine stark desinfizierende Wirkung.
Wie effektiv diese Methode ist und wie lange die Begeisterung der Fachwelt hierfür anhalten wird, werden erst die nächsten Jahre zeigen.

Wir bestrahlen seit fast 10 Jahren im Anschluss an unsere Standard-Ultraschall-Therapie routinemäßig – auf Wunsch des Patienten – mit Laserlicht.
Die mit Wasserstoffperoxid (=aktiver Sauerstoff!) bespülten Taschen werden mit einer sehr dünnen Laserfaser (0,2 mm) aktiviert. Dabei kommen relativ hohe Lichtstärken von 0,5-1 Watt zum Einsatz; also bis zum 10-fachen der bei der PACT-Therapie verwendeten Lichtstärken.
Wir verwenden Infrarotlaser, also Licht im nichtsichtbaren Bereich.
Der Sauerstoff wird aus der Peroxidslösung durch das im Blut vorhandene Enzym Katalase freigesetzt UND durch die Anwendung von Ultraschall und Laserlicht.
Eine unzulässige Temperaturerhöhung wird durch gleichzeitiges, starkes Bespülen mit Wasserstoffperoxid als Kühllösung zuverlässig verhindert.

In dieser Kombination, also Ultraschall plus aktiver Sauerstoff plus leistungsstarker Laser, haben wir sehr große Erfolgsraten bei unseren Parodontitis-Patienten.

Im Gegensatz zum „neuen“ PACT-Verfahren sind wir nicht auf den (wenigen) im Gewebe vorhandenen Sauerstoff angewiesen, sondern bringen aktiv hochprozentig diesen ein.
Zudem verwenden wir einen Laser, dessen Leistung über die einer Taschenlampe hinausgeht ……. :-)

Wir halten PACT für ein weiteres, wirksames Instrument gegen die Volkskrankheit „Parodontitis“.
PACT ist aber nicht so neu und atemberaubend, wie einem Glauben gemacht werden soll.

Also lassen Sie sich nicht blenden von neuen Versprechungen der Fachwelt.
Wenn so der Laser bei Zahnärzten nun aber eine breitere Verwendung findet, hat das Ganze sicher auch sein Gutes für viele Parodontitis-Patienten.

Dr.med.dent. Michael Weh

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Thema: PACT | 2 Kommentare

Parodontose

Donnerstag, 11. September 2008 | Autor: admin

Zahnfleisch- und Knochenrückgang durch Entzündung

Parodontose bzw. Parodontitis ist eine der weit verbreitesten Infektionskrankheiten. In Deutschland hat der Großteil der über 50-Jährigen diese Krankheit.


Anfangs macht sich dies oftmals durch Zahnfleischbluten oder Zahnfleischrückgang bemerkbar. Unbehandelt kann eine Parodontitis über einen längeren Zeitraum zu Zahnlockerung bzw. Zahnverlust führen. Auch die Wirkung auf den gesamten Körper durch die Entzündungsbakterien darf nicht unterschätzt werden.

Ob bei Ihnen tatsächlich Gefahr für Parodontitis besteht, wird beim Zahnarztbesuch routinemäßig überprüft.
Durch eine spezielle, zweijährige Fortbildung auf dem Gebiet der Parodontose werden die Zahnärzte in unserer Praxis eine eventuelle Parodontose und die nötigen Behandlungsschritte sicher erkennen.

Auf dieser Seite erhalten Sie einige Informationen zum besseren Verständnis dieser Krankheit gegeben.

  1. Allgemein
  2. Ursachen
  3. Therapiemöglichkeiten
  4. Eigene Mitarbeit
  5. Therapieverlauf in unserer Praxis
  6. Kosten

1. Allgemein
Prophylaxe - Parodontose Auf der linken Seite des Zahnes ist ein gesunder Zahnhalteapparat (Parodont) zu erkennen, auf der rechten Seite hat sich der Knochen durch eine von Parodontosebakterien ausgelöste Entzündung zersetzt.

Dies führt zum einen dazu, dass der Zahn seinen Halt im Knochen verliert, zum anderen schädigt die Entzündung den gesamten Organismus.

2. Ursachen der Erkrankung

Die Parodontitis wird durch spezielle Bakterien in Ihrer Mundhöhle hervorgerufen, die sich in einer Zahnfleischtasche festsetzen.
Sie verursachen eine Entzündung, die den Zahnhalteapparat und danach den umgebenden Knochen, also das „Fundament“ Ihrer Zähne, zersetzen. Zahnlockerungen sind die Folge.
Der Knochen kann in der Regel nicht mehr aufgebaut werden, jedoch kann der weitere Knochenabbau durch eine Therapie aufgehalten werden.

3. Welche Therapie ist möglich?

Die Entzündung muss aus der Zahnfleischtasche entfernt werden.
Dazu müssen Beläge, Bakterien und entzündetes Gewebe entfernt werden.
Normalerweise geschieht dies unter lokaler Betäubung mittels eines modernen Ultraschallgerätes, das in die Zahnfleischtasche eingeführt wird und diese schmerzfrei reinigt.
Die Reinigung wird zusätzlich durch eine antibakterielle Spülung unterstützt.
Falls notwendig, werden die Taschen außerdem noch mit einem Laser von verbleibenden Keimen befreit.

Nach erfolgreicher Therapie ist die Entzündung dann aus der Zahnfleischtasche entfernt. Um dieses Ergebnis stabil zu halten, müssen Sie Ausdauer aufbringen und alle 3 bis 6 Monate zur Kontrolle und Reinigung in die Praxis kommen.

4. Was können Sie zur erfolgreichen Therapie beisteuern?

Neben den ärztlichen Maßnahmen ist Ihre Mitarbeit von großer Bedeutung.

Eine äußerst gründliche Mundhygiene ist Voraussetzung für den Erfolg jeder parodontalen Therapie.
Das beinhaltet den täglichen Gebrauch von Zahnseide und Interdentalbürstchen zur Säuberung der Zahnzwischenräume sowie das gründliche Reinigen des Überganges Zahn – Zahnfleisch möglichst mit einer Ultraschallzahnbürste.
Wenden Sie sich bitte an uns bei Fragen und Probleme mit der richtigen Zahnputztechnik. Wir helfen Ihnen gerne.

Auch Zigaretten sind schädlich für den Zahnhalteapparat. Reduzieren Sie das Rauchen drastisch – oder hören Sie am Besten gleich ganz auf.

Das regelmäßig wiederkehrende Reinigen der Zahnwurzeln mittels Ultraschall ist ebenfalls eine unbedingte Voraussetzung für den langfristigen Erfolg der Therapie. Dies sollte alle 3 bis 6 Monate wiederholt werden.

Falls Sie Diabetiker/in sind oder andere chronische systemische Erkrankungen haben, teilen Sie uns dies bitte mit.
Eine gut eingestellte Diabetes erhöht den Heilungserfolg beträchtlich.

5. Ablauf der Therapie

  1. Bei einer professionellen Zahnreinigung wird die Tiefe der Zahnfleischtaschen ausgemessen sowie Zahnlockerungen und andere parodontal wichtige Parameter erfasst. Diese Daten werden an Ihre Krankenkasse geschickt und nach zwei bis drei Wochen wieder zurückgesendet.
  2. Die erste Hälfte des Ober- und Unterkiefers wird behandelt: Unter örtlicher Betäubung werden die Auflagerungen auf den Zahnwurzeln mittels Ultraschall und Handinstrumenten entfernt. Die Zahnfleischtaschen werden, falls nötig zusätzlich mit einem Laser behandelt. Außerdem wird dieser Behandlungsschritt noch mit einer antibakteriellen Mundspülung für Zuhause unterstützt.
  3. Möglichst am darauf folgenden Tag wird die zweite Hälfte des Ober- und Unterkiefers in gleicher Form behandelt.

In den meisten Fällen ist damit die initiale Therapie (Erstbehandlung) abgeschlossen, es folgt in festzulegenden, regelmäßigen Abständen die Kontrolluntersuchung.

Sollte ein parodontalchirurgischer Eingriff notwendig sein, erfolgt dieser ca. 6 Wochen nach Ende der Initialtherapie.

6. Kosten

Die Kosten für die Erstbehandlung übernimmt Ihre Krankenkasse, ausgenommen der Kosten für die professionelle Zahnreinigung (ca. 60 €).

Die spätere Nachfolge-Behandlung kostet Sie je nach Aufwand ca. 70 €.

Eine evtl. notwendige Laser-Therapie wird auch nicht von der Krankenkasse übernommen, hier müssen Sie mit ca. 30 € pro Zahn rechnen.

In manchen Fällen ist ein parodontalchirurgischer Eingriff notwendig, der sich zwischen 90 € und 300 € bewegt.

Privatkassen erstatten in der Regel großzügiger.

Ihr zahnärztliches Team
Dr. Weh, Dr. Gaß, Dr. Uleer

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