Zahnprothesen
Samstag, 20. September 2008 | Autor: admin
Beim Verlust zu vieler Zähne ist ein festsitzender Zahnersatz auf den verbleibenden Restzähnen nicht mehr möglich.
In diesem Fall ist ein herausnehmbarer Zahnersatz, der an den verbleibenden Zähnen verankert wird, erforderlich.
Die Verankerung kann entweder mit Teleskopkronen (Doppelkronen), mit Klammern oder in Form eines Geschiebes erfolgen.
Teleskope (Doppelkronen)
Vorteile:
- stabiler Sitz der Prothese
- Ästhetik (keine Klammern sichtbar)
- erweiterbar bei weiterem Zahnverlust
Nachteile:
- höhere Kosten als bei Klammerprothese
- Zähne müssen beschliffen werden
Klammern
Vorteile:
- Restzähne müssen nicht aufwändig beschliffen werden
- kostengünstiger als Teleskop-Prothese
- erweiterbar bei weiterem Zahnverlust
Nachteile:
- Zunehmende Lockerung nach längerer Tragedauer
- Ästhetik (evtl. Klammern im sichtbaren Bereich)
- bei wenigen Restzähnen kein Halt möglich
Geschiebe
Vorteile:
- Ästhetik
Nachteile:
- Höhere Kosten
- bei weiterem Zahnverlust häufig nicht erweiterbar
Die Alternative zum herausnehmbaren Zahnersatz stellt die Versorgung mit Implantaten
und darauf fest verankerten Krone oder Brücken dar.
Dies ist jedoch nur bei einem ausreichenden Knochenangebot möglich. Das muss im Einzelfall abgeklärt werden.
Bei sehr wenigen, bzw. keinen Restzähnen (z. B. zahnloser Unterkiefer) und schlechtem Halt der Prothese können Implantate auch als Stützpfeiler für Prothesen dienen.
Welcher Zahnersatz im Einzelfall empfehlenswert ist, hängt von vielen Faktoren ab und muss individuell unter Abwägung aller Möglichkeiten geplant und besprochen werden.
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Dabei wird nach örtlicher Betäubung vorsichtig ein kleines Loch in den Knochen gebohrt (1), die Implantat-Schraube verankert (2) und das Zahnfleisch darüber zugenäht.

